Brünjes: „Solidarfonds für Auszubildende wichtig“

Veröffentlicht am 24.04.2020 in Unterbezirk

Notwendige Unterstützung für ausbildende Betriebe
 
Bremerhaven. Auszubildende und die ausbildenden Betriebe müssen geschützt werden – dazu bedarf es nach den Worten der stellvertretenden Bremerhavener SPD-Vorsitzenden Janina Brünjes eines Solidarfonds: „Ich setze mich dafür ein, dass Unternehmen in der Krise, die ausbilden, aus einem solchen unterstützt werden. Der Fachkräftemangel verschwindet nicht mit Corona, wir müssen mehr denn je dafür sorgen, dass die junge Generation gut ausgebildet in die Zukunft geht. Gerade für Schulabsolventen ist es wichtig, dass sie trotz der Krise in die Ausbildung starten können und Ausbildungsplätze nicht durch reine Ungewissheit wegfallen. Betriebe die sich dieser Verantwortung annehmen, was zum größten Teil kleine und mittlere Unternehmen sind, müssen von denen unterstützt werden, die sich der Verantwortung entziehen“, so die Bremerhavener Bürgerschaftsabgeordnete.
 
Janina_2019 Auszubildende seien von den Auswirkungen der Corona-Pandemie stark betroffen: Viele Betriebe hätten Kurzarbeitergeld beantragt, die wirtschaftliche Situation führe zu Einnahmeausfällen und nicht wenige Unternehmen müssten um das Überleben kämpfen. „Kurzarbeit gibt es für Azubis noch nicht – sie werden in den ersten sechs Wochen davor geschützt und mit vollem Gehalt weiter bezahlt“, so Brünjes.
 
Aus ihren Gesprächen mit betroffenen Unternehmensvertretern wisse sie, so die SPD-Politikerin, dass gerade kleine Betriebe besonders unter der Corona-Krise litten und sich gezwungen sähen, Auszubildende außerordentlich zu kündigen: „Was für sich genommen irre ist, wenn man sich den herrschenden Facharbeitermangel bewusst macht.“ Um krisenbedingte Kündigungen zu verhindern, wurden Forderungen laut, Azubis in besonderen Fällen in Kurzarbeit zu schicken. „Kurzarbeit ist aber eine besondere finanzielle Härte für Azubis. Beispiel: Ein Auszubildender mit einem Nettoverdienst von 800 Euro hätte gerade einmal 480 Euro bei Kurzarbeit – das ist unangemessen“, so Brünjes. Weil oft auch Elternteile ebenfalls durch die Coronakrise in finanzielle Schwierigkeiten gerieten, fielen sie deshalb als finanzielle Unterstützer aus: „Deshalb brauchen wir den umlagefinanzierten Solidarfonds, der die Betriebe unterstützt, die ausbilden – zu Lasten derer, die sich wegducken“, so die SPD-Politikerin.

 

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