81. Jahrestag der Reichspogromnacht 9./10. November 1938

Veröffentlicht am 01.11.2019 in Unterbezirk

SPD ruft auf zur Teilnahme an Gedenkveranstaltung

 

Bremerhavens SPD-Vorsitzender Martin Günthner ruft zur Teilnahme an der Gedenkfeier aus Anlass des 81. Jahrestags der Reichspogromnacht auf: In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in ganz Deutschland die Synagogen. Jüdische Wohnungen und Geschäfte wurden überfallen, geplündert und teilweise zerstört – auch in Bremerhaven. „Für uns Sozialdemokraten ist es wichtig, dass wir alle unsere Parteimitglieder und darüber hinaus alle Menschen in Bremerhaven dazu aufrufen, im Gedenken an diese furchtbaren Ereignisse an der Gedenkveranstaltung für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus am Freitag, 8. November, um 14 Uhr am Synagogen-Gedenkstein in der Ludwigstraße (Ecke Schulstraße) teilzunehmen.“

 

Der SPD-Politiker sagte, das Attentat von Halle habe aktuell unter Beweis gestellt, dass es einen gewaltgeprägten Antisemitismus auch in Deutschland gäbe: „Nicht erst seit Halle: Menschen jüdischen Glaubens müssen schon seit geraumer Zeit um ihre körperliche Unversehrtheit fürchten, wenn sie sich zu ihrem Glauben bekennen. Das ist ein unerträglicher Umstand – gerade in Deutschland, gerade mit Blick auf unsere Geschichte.“ Günthner sagte, die Folge aus den dunkelsten Jahren deutscher Geschichte sei eine besondere Verantwortung, dass sich das Furchtbare niemals wiederholen dürfe: „Ehrlicherweise muss man sagen, dass der gern geäußerte Appell, den Anfängen zu wehren, schon fast zu spät kommt. Deutschland 2019 erlebt ein Klima, in dem überall Rechtsradikale, Faschisten und Schläger Andersdenkende zu unterdrücken versuchen. Und sie sitzen auch schon in unseren Parlamenten – wer vor diesem Hintergrund immer noch von Weckrufen spricht, muss dringend seine Schlafmittel absetzen“, so der SPD-Politiker.

 

Für die Bremerhavener SPD sei klar, dass sie unverrückbar an der Seite derer stehe, die sich für ein weltoffenes, liberales und buntes Bremerhaven einsetzen: „Allen, die daran die Axt legen wollen, müssen und werden wir mit aller demokratischen Entschlossenheit entgegentreten. Abseits gut gemeinter Lichterketten und Mahnwachen, die wir voll umfänglich unterstützen, gibt es eine Verantwortung für jeden Einzelnen und jede Einzelne von uns, im Alltag standhaft zu sein. Immer dann, wenn wir im Kollegenkreis, im Gespräch mit Nachbarn, in der Familie, unter Freunden und in unserem Alltag Fremdenfeindlichkeit und Rassismus begegnen, müssen wir in aller Deutlichkeit widersprechen und unmissverständlich Beistand leisten“, so Günthner.

 

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